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Lebe, Mensch!

Rut Kohn – Bilder zum Alten Testament

10. April – 1. Mai 2011

Die Malerin Rut Kohn (geb. 1937 in Trĕbušice/Tschechische Republik) ist mit der Bibel aufgewachsen. Und sie hat die Geschichten der Bibel in ihrer einmaligen Weise – Farbstiftzeichnungen auf Holz – ins Bild gesetzt. Rut Kohn erzählt Geschichten vom Leben, auch an Grenzen, wie sie Hiob erfährt, Geschichten von Aufbruch und Ankommen, von Leid und Hoffnung, Geschichten, über denen die Zusage Gottes steht: „Lebe, Mensch!“ Die teilweise großformatigen Tafelbilder entstanden in den Jahren 1987 bis 1992. Das Alte Testament ist für Rut Kohn keine nur schöngeistige Literatur, die sie bildhaft umzusetzen versucht. Die Malerin mit ihren jüdischen Wurzeln sieht in der Heiligen Schrift den Jahrtausende langen Weg von den Quellen des menschlichen Daseins bis in unsere Zeit. Für Rut Kohn ist die Einfachheit der Darstellung die auf ihre Weise ausgedrückte Beschreibung Gottes, der Wahrheit und des menschlichen Seins. In die Bilder mit einbezogen sind die Worte der Bibel, teilweise in hebräischer Sprache.
Rut Kohn kam 1967 nach Deutschland und lebte zunächst in München. 1990 zog sie in ihr Haus in Figling bei Triftern, wo sie seitdem mit ihrem Mann, dem Journalisten Pavel Kohn lebt und arbeitet – etwa an Bildern zu Werken von Franz Kafka und dem böhmischen Pädagogen Johann Amos Comenius oder auch an Serien mit Darstellungen von Häusern, Wasserwerken und Silos oder auch von Kanaldeckeln. Sie hat dabei eine ganz eigene Technik entwickelt und diese immer weiter ausgebaut: Farbstiftzeichnungen auf Sperrholz, Bilder, die meist in den Farben zurückhaltend sind und dadurch auch die Maserung des Holzes mit einbeziehen.
Die Bilder zum Alten Testament sind ab 10. April im Leonhardimuseum in Aigen am Inn zu sehen. Die alttestamentlichen Geschichten sollen auch Erinnerung sein an Tod und Auferstehung und darum die Besucher in die Karwoche und Osterzeit hinein begleiten.
Die Ausstellung wird eröffnet am Sonntag, 10. April um 15 Uhr mit einer Lesung mit betrachtenden Gedanken zu den Bildern von Pfarrer Msgr. Dr. Hans Würdinger aus Neuhaus am Inn.
Musikalische Umrahmung Querflöten-Duo